Elastomertechnik
Flohreus GmbH
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Aufblasbare Dichtungen

 

Aufblasbare Dichtungen werden zum Abdichten von beweglichen Elementen verwendet, die in unterschiedlich andauernden Zyklen verbunden oder getrennt werden. Dabei wird die Dichtung zwischen den abzudichtenden Komponenten angebracht. Über das Anschlussventil oder den Anschlussschlauch wird Luft oder ein anderes Medium unter Druck in die Dichtung eingebracht, die sich daraufhin ausdehnt und die beiden anliegenden Teile dicht miteinander verbindet.

Sehen Sie die Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten unserer aufblasbaren Dichtungen in einem Video.

Einsatzgebiete für aufblasbare Dichtungen finden sich in folgenden Bereichen:

  • Schleusenabdichtungen im Reaktorbau
  • Schottabdichtungen
  • Torabdichtungen
  • Reinraumabdichtungen
  • Autoklaven / Sterilisatoren
  • Abfüllmaschinen
  • Ventilschieber in pneumatischen Fördersystemen
  • Sondermaschinen
  • Abfüllmaschinen für pharmazeutische Präparate
  • Hubsegmente

Unsere Empfehlung:
Die aufblasbaren Dichtungen sollten stets in einer Führungsnut montiert werden, um die abdichtende Ausdehnung punktgenau anzulegen. Die Druckbeaufschlagung der Dichtung sollte nur im geschlossenen Zustand der Einbausituation erfolgen um eine Überlastung des Materials und dadurch dessen Zerstörung zu vermeiden. Ein Ausnahmefall dieser Regel ist zum Beispiel der Einsatz einer solchen Dichtung in Abfüllrohren der Baustoffindustrie (Gipsverarbeitung). Hier soll die aufblasbare Dichtung durch ihre Beweglichkeit ein Verstopfen der Rohre verhindern.  

Aufblasbares Dichtungssystem
aus Polyurethan 
Zulaufsegment eines
Nassmischbehälters in der
Gipsplattenherstellung 

Komponenten

Um ein pneumatisches Dichtungssystem optimal auf Ihre Bedürfnisse abstimmen zu können, bieten wir eine große Auswahl an Möglichkeiten zu den jeweiligen Einzelkomponenten.
Sie können wählen aus unterschiedlichen:

Profilmaterial

 Silikonkautschuk (VMQ)

 Fluor-Silikonkautschuk (FVMQ)

 
  • Sehr gute Wärmebeständigkeit
  • Gute Witterungs- und Ozonbeständigkeit
  • Niedriger Druckverformungs- rest auch bei Hitze und Kälte
  • Guter elektrischer Isolator
  • Beständig gegen heißes Wasser, pflanzliche und tierische Fette, paraffinische Mineralöle, Glykol, Alkohole
  • Unbeständig gegen Dampf, naphthenische und aromatische Mineralöle, Kraftstoffe, Ketone, Silikonöl, Säuren, Laugen
Einsatzgebiete:
  • Pharmazeutische und medizinische Bereiche
  • im Kontakt mit Lebensmittel
 
    
 Ethylen-Propylen-Kautschuk (EPDM)
 
  • Gute Wärmebeständigkeit
  • Gute Witterungs- und Alterungsbeständigkeit
  • Beständig gegen Wasser, Glykole, Alkohole, Ketone, Laugen
  • Unbeständig gegen Mineralöle, Fette, Kraftstoffe, Kohlenwasserstoffe
 
Einsatzgebiete:
  • Außenbereiche
  • Fenster- und Türdichtungen
    
 Nitril-Butadien-Kautschuk (NBR)
 
  • Gute Öl-/ Fett-/ Kraftstoff-beständigkeit
  • Niedriger Gasdiffusionswert
  • Unbeständig gegen aromatische und chlorierte Kohlenwasserstoffe, starke Säuren und Laugen, oxidierende Chemikalien
 
Einsatzgebiete:
  • öl- und kraftstoffbeständige Dichtungen
    
 Polyurethan (PU)
 
  • Sehr hohe Abriebfestigkeit
  • Gute dynamische Belastbarkeit
  • Beständig gegen Öle, Fette
  • Unbeständig gegen Säuren, Lösemittel
 
Einsatzgebiete:
  • Sandstrahlanlagen
  • Hubsegmente
    
 Fluorkautschuk (FKM) / Viton® 
  • Sehr hohe Wärme-, Ozon- und Chemikalienbeständigkeit
  • Beständig gegen Öle, Kraftstoffe
  • Unbeständig gegenFluorwasserstoff, Ammoniumverbindungen, Methanol, Ketone, Ester, konzentrierte Essigsäure und FCKW
 
Einsatzgebiete:
  • Erdölförderung
  • Hydrauliksysteme
  • Luft- und Raumfahrt
    
    
 Profilformen und -größen
Die Grundform des Profils beeinflusst die Gesamtgröße, vor allem den Mindestradius, der Dichtung, wie auch die Hubhöhe, die Abmessungen der Nut und den Druckbedarf.
 
  • Hohlkammerprofile
  • Schlauchprofile
  • Halbrund-Hohlkammerprofile
  • Sonderprofile

Profilgrößen können den Anforderungen entsprechend von 4 mm aufwärts gefertigt werden.

 
    
    
 Abdichtungsrichtung
Mit aufblasbaren Dichtungen lassen sich Übergänge in verschiedenen Richtungen abdichten:
 
  • Axial (nach oben / unten)
  • Radial nach außen
  • Radial nach innen
    
    
 Anschlussformen und -materialien
Als Anschlüsse bieten sich je nach Einbausituation Ventile oder Schläuche an. Ventile lassen sich aus diversen Materialien, wie Edelstahl, Messing, Titan, Kunststoff und anderen, fertigen. Neben einfachem Schlauchmaterial für verwinkelte Anschlusswege bieten sich folgende Formen von Ventilen an:
 
  • Mit O-Ring-Einstich (Typ 1)
  • Schlauchtülle mit Überwurfmutter (Typ 2)
  • Glatter Rohranschluss für Schneidringverschraubung (Typ 3)
  • Anschlussgewinde außen (Typ 4)
  • Gewinde-Schlauchtüllen-Kombination (Typ 5)
  • Fahrradventil, absperrend (Typ 6)
  • PKW- und LKW-Ventile, gerade und gebogen (Typ 7)
  • Anschluss- bzw. Befestigungsbolzen (Typ 14)
  • Glatter Einsteck- bzw. Befestigungsbolzen (Typ 15)
  • Anschlussgewinde innen (Typ 17)
  • Sonderventile

 

    
    
 Dichtungslängen- und formen
Dichtungslängen von etwa 60 mm bis hin zu mehreren Metern sind möglich. Dabei lassen sich unterschiedliche Dichtungsformen realisieren:
 
  • Endlose Ringdichtung
  • Rahmendichtung
  • Rahmendichtung mit 90°-Ecken
  • Rahmendichtung mit Sonderecken
  • Lineardichtung mit beidseits verschlossenen Enden
  • Kombinationsdichtungen mit Sonderenden
  • Hubsegmente
  • Dichtstopfen
    
    
 Ventilposition
Um eine optimale Ausdehnung der Dichtung zu gewährleisten wird das Ventil auf der entgegen der Ausdehnung liegenden Seite einvulkanisiert. Bei Hohlkammerhubprofilen mit nach innen gewölbter Ausdehnungslasche ist eine Positionierung in der Seitenwand möglich. Außerdem lassen sich Lineardichtungen mit Ventilen im verschlossenen Ende ausstatten.
    
    
 Füllmedium

Nicht nur Druckluft ist als Füllmedium für aufblasbare Dichtungen geeignet, auch wenn sie in den meisten Fällen eingesetzt wird. Die Vorteile, die für ihren Einsatz sprechen, sind die einfache Verfügbarkeit und die schnelle Befüllung und Entleerung der Dichtung. Für Einsätze bei der die Dichtung wiederholt über kürzere Zeitspannen aufgeblasen werden soll - das Standardmedium.

Soll eine Dichtung im aufgeblasenen Zustand über längere Zeiträume abdichten, benötigt man Alternativen, da aufgrund der Gasdiffusion die Druckluft mit der Zeit durch den Werkstoff entweicht und die Dichtung damit an Innendruck und Volumen verliert. In diesen Fällen ist der Einsatz von Kohlenstoff-Dioxid, Stickstoff, Wasser oder Glycerin die richtige Wahl - unabhängig vom Werkstoff der Dichtung.


 
    
    
 Nutparameter
Bei Hohlkammer- und Hohlkammerhubprofilen ist die Führung der Dichtung in einer Nut unerlässlich für deren optimale Arbeitsweise wie auch zu ihrem Schutz und dadurch ihre Langlebigkeit. Dabei spielen die Maße der Nut eine Rolle, wie auch die Beschaffenheit des Nutgrundes und der Seitenwände.

 

Sollten Sie auf der Suche nach einer aufblasbaren Dichtung sein, stehen wir Ihnen auch stets für eine telefonische Beratung unter 09 11 / 787 18 56 zur Verfügung.

Ihr Flohreus-Team

Viton® = eingetragenes Markenzeichen von DuPont